Klimakterium – Die Wechseljahre der Frau

Das Klimakterium ist die Zeit des Umbruchs für die Frau, in der die fertile (fruchtbare) Phase durch das Erlöschen der zyklischen Eierstocksfunktion manchmal plötzlich, bei einigen Frauen
auch allmählich beendet wird. Die Menopause (letzte Regel) fällt in diese Zeit. Sie tritt im Allgemeinen mit ca. 50 Jahren auf. Es gibt allerdings große zeitliche Schwankungen, so wie die Wechseljahre von Frau zu Frau auch sehr unterschiedlich erlebt werden. Während manche Frauen in dieser Zeit gar keine Probleme haben, treten bei vielen Frauen Beschwerden, wie Hitzewallungen, Schlafstörungen, Depressionen etc. auf.

In einem persönlichen Gespräch berate ich Sie gerne über diagnostische Möglichkeiten und individuelle Therapieformen für die Wechseljahre. Den meisten Frauen ist bekannt, dass es die Hormonersatztherapie gibt. Ich setze auch alternative Präparate wie Phytohormone, homöopathische und pflanzliche Mittel sowie bioidentische Hormone erfolgreich ein. Da beide Therapieoptionen Nebenwirkungen zeigen können, muss eine individuelle Beratung und Risiko-Nutzen-Abwägung erfolgen. Eine gynäkologische Untersuchung, ggf. auch eine Blutuntersuchung vor einer geplanten Behandlung sind hierfür erforderlich. Wir können dann gemeinsam die für Sie passende Therapie auswählen.

Krebsvorsorge

Im Rahmen der Krebsfrüherkennungsuntersuchung der Frau wird ab dem 20. Lebensjahr die regelmäßige (mindestens jährliche, bei besonderen Therapien oder Risiken auch halbjährliche)
Kontrolluntersuchung auf Anzeichen von Gebärmutterhalskrebs durchgeführt. Ab dem 30. Lebensjahr soll die Vorsorge durch die Tastuntersuchung der Brust ergänzt werden.

In meiner Praxis untersuche ich die Brust der Frauen/Mädchen bereits in deutlich früherem Alter, damit diese sich an eine Brustuntersuchung gewöhnen, die Sie auch selber einmal monatlich durchführen sollen. Bei Auffälligkeiten wird die Mammographie und/oder Sonographie angeschlossen. Auch die Haut wird auf Veränderungen untersucht. Ab dem 45. Lebensjahr wird die Früherkennung auf die Diagnostik von Darmkrebs erweitert. In der Frauenarztpraxis erfolgt diesbezüglich die rektale Austastung des Enddarms und die Testung des Stuhls auf verborgenes Blut.
Weiterführende Untersuchungen wie Darmspiegelungen werden vom Internisten durchgeführt.

Bei den gesetzlichen Krankenkassen endet hier das Vorsorgeprogramm. Für mich ist es selbstverständlich, dass zur Früherkennung von Krebsleiden auch die Ultraschalluntersuchung der Gebärmutter (Uterus) und der Eierstöcke (Ovarien) gehört. Hierbei wird die Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) bezüglich ihrer Höhe und eventueller Strukturunregelmäßigkeiten
beurteilt. Nur so kann frühzeitig ein Endometriumkarzinom entdeckt werden. Die Diagnose eines Eierstockskrebses wird leider häufig erst im Spätstadium der Erkrankung gestellt. Um dem vorzubeugen, hilft nur eine regelmäßige Inspektion der Ovarien mittels Ultraschall.

Es gibt viele sonographische Kriterien, die für oder gegen eine Entwicklung von Krebs sprechen. Letztlich bringt aber nur eine histopathologische Untersuchung des Gewebes 100%ige Sicherheit. So kann es erforderlich sein, dass zur Abklärung eines verdächtigen Befundes am Eierstock eine Bauchspiegelung mit Entnahme einer Gewebeprobe durchgeführt werden muss.
In meiner Praxis gibt es verschiedene Methoden, um Hinweise auf eine evtl. vorliegende Darmerkrankung zu bekommen. Bei der herkömmlichen Untersuchung mit sog. “Stuhlbriefchen” auf das Vorhandensein von verborgenem (occultem) Blut im Stuhlgang sind drei Proben und eine Diät erforderlich. Die neueste Methode ist der Nachweis des M2 PK im Stuhlgang (Röhrchen). Hierbei werden auch Auffälligkeiten detektiert, wenn Polypen zu finden sind. Die beste Darmkrebsfrüherkennung ist die Koloskopie, die bei einem gastroenterologisch tätigen Internisten durchgeführt wird.

NEU: Bio-Galvano-Therapie

– erweiterte Bioresonanzmethode

Neu in unsere Praxisleistungen aufgenommen haben wir das Bio-Galvano-Therapiegerät. Es ist ein Gleichstrom- und Spannungspotentialmessgerät.
Es ermöglicht u. a. folgende Diagnostik- bzw. Therapiemethoden:

  • Messung körpereigener Energieströme
  • verfeinerte Hormonanalysen und Ermittlung von Hormonungleichgewichten auf zellulärer Ebene
  • Test des Energiestatus und Regulation der Vitalität
  • Auswahl passender Kontrazeptiva ( Pille)
  • Austestung krankmachender (pathogener) Einflüsse ( wie Lebensmittelzusätze, Schwermetalle, Bakterien, Viren, Pollen,
    Hormone, Umweltgifte, Pflanzenschutzmittel)
  • Testung von Schüssler- Salzen
  • Auswahl passender Eisenpräparate
    Für weitere Informationen sprechen Sie gerne mein Team oder mich an.

Samenübertragung

Die oben genannten Therapien können mit einer Insemination kombiniert werden. Hierbei gibt der Partner sein Sperma in der Praxis ab. Es wird aufbereitet und mittels dünnem Katheter zum optimalen Zeitpunkt für die Befruchtung direkt in die Gebärmutterhöhle eingespritzt.

Wichtige Grundinformationen vor einer Sterilitätsdiagnostik und -behandlung ist der Immunitätsstatus bezüglich Röteln, Windpocken und HIV. Auch eine Krebsvorsorgeuntersuchung sollte nicht vergessen werden.

Hormontherapie

Nach Abschluss Ihres Zyklusmonitoring kann meistens schon ein Vorschlag zur Therapie gemacht werden. Manchmal muss ein Medikament zur Senkung erhöhter Hormonwerte (z. B. von Prolaktin) gegeben werden, oder eine Schilddrüsenfehlfunktion oder eine Nebennierenrindenstörung muss therapiert werden. Falls eine hormonelle Stimulation der Eierstöcke notwendig ist,  erfordert dies Ultraschalluntersuchungen und Hormonwert-Kontrollen, um frühzeitig eine Überstimulation der Eierstöcke zu erkennen und damit Mehrlingsschwangerschaften zu vermeiden.

Stimulationen können mit Tabletten oder Spritzen erfolgen. Zum richtigen Zeitpunkt wird durch die Gabe eines weiteren Hormons der Eisprung ausgelöst. Etwa 36 Stunden danach ist die  optimale Zeit für den Geschlechtsverkehr oder die Samenübertragung.

Die Gelbkörperphase wird meistens durch eine lokale (vaginale) Tablettengabe unterstützt. Es gibt auch einige pflanzliche Therapeutika, die die Fruchtbarkeit günstig beeinflussen und  nachgewiesene hormonähnliche Wirkungen zeigen.

Zyklusmonitoring

Beim Zyklusmonitoring wird die Eireifung mit Ultraschall beobachtet und es werden gleichzeitig die Blutwerte wichtiger Hormone bestimmt. Hierbei werden nicht nur Sexualhormone, sondern auch Schilddrüsen- und Nebennierenrindenhormone untersucht, da sie die Fruchtbarkeit beeinflussen.

Erstgespräch

Der wichtigste erste Punkt im Gespräch mit Ihnen ist die ausführliche Erhebung der Vorgeschichte (Anamnese).
Hierbei können evtl. bereits Verdachtsdiagnosen gestellt werden, wenn über den Zyklus, über mögliche Schmerzen im Laufe des Zyklus oder über Blutungsstörungen gesprochen wird. Eine eventuelle Medikamenteneinnahme kann wichtige Hinweise geben.

Wahrscheinlich wird es sinnvoll sein, über eine gewisse Zeit eine Basaltemperaturkurve zu führen. Anhand dieser Kurve kann man manchmal Diagnosen stellen, stützen oder widerlegen.

Untersuchungsplan

In einem ersten Gespräch werden Ihre Beschwerden festgestellt, es wird ausführlich über  Ihre Krankenvorgeschichte gesprochen, Ihr Lebensstil bezüglich Ernährung, Sport, Stressverarbeitung und Sexualität wird besprochen, eine Risiko-Anamnese wird erhoben und im Anschluss werden die Behandlungsziele erfasst.

Folgende Strategien werden angewandt :

  • Lifestyle-Belastungen erkennen und verändern (Stressverarbeitung)
  • Hormondefizite diagnostizieren und therapieren
  • Oxidativen Stress messen und evtl. reduzieren
  • Bewegung fördern/Sportberatung
  • Ernährungsberatung, evtl. Nahrungsergänzung, evtl. Abnehmen durch “Schlank im Schlaf”

Nahrungsergänzung

Oft wird gefragt, ob wir in den westlichen Industrienationen bei einer “gesunden“ Lebensweise
und Ernährung überhaupt Nahrungsergänzung benötigen. Leider enthalten bei uns viele
Produkte der modernen Landwirtschaft verminderte Mikronährstoffkonzentrationen. Daher
kann eine Nahrungsergänzung in besonderen Fällen durchaus sinnvoll sein.

Oxidativer Stress – Freie Radikale

Was ist Oxidativer Stress?

Neben den genetischen und endokrinen Veränderungen spielen beim Alterungsprozess biochemische Vorgänge eine wichtige Rolle. Durch sog. “Freie Radikale“ (unvollständige reaktionsfreudige Moleküle) kommt es zu schädigenden Oxidationsvorgängen. Freie Radikale sind aggressive Sauerstoffverbindungen, die Zellstrukturen, Eiweißmoleküle und auch das Erbgut angreifen, schädigen und funktionslos machen können. Quellen für das Entstehen freier Radikale sind die Energiegewinnung (in Mitochondrien), das Immunsystem (bei Entzündungen zur Zerstörung von Bakterien und Viren), Umwelt-Toxine, Strahlung, Überkalorische Ernährung, Chronische Entzündungen, Stress, Schlafmangel, Operationen, Nikotin, Chemotherapie,  Leistungssport und Überforderung.

Übersteigt die Bildung “Freier Radikale“ eine gesunde Konzentration, spricht man von “Oxidativem Stress“. Ein Übermaß an freien Radikalen begünstigt Erkrankungen wie Arteriosklerose, Herzinfarkt, Autoimmunprozesse, chronische Entzündungen, neurodegenerative Erkrankungen – wie Parkinson, M. Alzheimer, multiple Sklerose – Krebs und vorzeitiges Altern.