Im Rahmen der Krebsfrüherkennungsuntersuchung der Frau wird ab dem 20. Lebensjahr die regelmäßige (mindestens jährliche, bei besonderen Therapien oder Risiken auch halbjährliche)
Kontrolluntersuchung auf Anzeichen von Gebärmutterhalskrebs durchgeführt. Ab dem 30. Lebensjahr soll die Vorsorge durch die Tastuntersuchung der Brust ergänzt werden.

In meiner Praxis untersuche ich die Brust der Frauen/Mädchen bereits in deutlich früherem Alter, damit diese sich an eine Brustuntersuchung gewöhnen, die Sie auch selber einmal monatlich durchführen sollen. Bei Auffälligkeiten wird die Mammographie und/oder Sonographie angeschlossen. Auch die Haut wird auf Veränderungen untersucht. Ab dem 45. Lebensjahr wird die Früherkennung auf die Diagnostik von Darmkrebs erweitert. In der Frauenarztpraxis erfolgt diesbezüglich die rektale Austastung des Enddarms und die Testung des Stuhls auf verborgenes Blut.
Weiterführende Untersuchungen wie Darmspiegelungen werden vom Internisten durchgeführt.

Bei den gesetzlichen Krankenkassen endet hier das Vorsorgeprogramm. Für mich ist es selbstverständlich, dass zur Früherkennung von Krebsleiden auch die Ultraschalluntersuchung der Gebärmutter (Uterus) und der Eierstöcke (Ovarien) gehört. Hierbei wird die Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) bezüglich ihrer Höhe und eventueller Strukturunregelmäßigkeiten
beurteilt. Nur so kann frühzeitig ein Endometriumkarzinom entdeckt werden. Die Diagnose eines Eierstockskrebses wird leider häufig erst im Spätstadium der Erkrankung gestellt. Um dem vorzubeugen, hilft nur eine regelmäßige Inspektion der Ovarien mittels Ultraschall.

Es gibt viele sonographische Kriterien, die für oder gegen eine Entwicklung von Krebs sprechen. Letztlich bringt aber nur eine histopathologische Untersuchung des Gewebes 100%ige Sicherheit. So kann es erforderlich sein, dass zur Abklärung eines verdächtigen Befundes am Eierstock eine Bauchspiegelung mit Entnahme einer Gewebeprobe durchgeführt werden muss.
In meiner Praxis gibt es verschiedene Methoden, um Hinweise auf eine evtl. vorliegende Darmerkrankung zu bekommen. Bei der herkömmlichen Untersuchung mit sog. “Stuhlbriefchen” auf das Vorhandensein von verborgenem (occultem) Blut im Stuhlgang sind drei Proben und eine Diät erforderlich. Die neueste Methode ist der Nachweis des M2 PK im Stuhlgang (Röhrchen). Hierbei werden auch Auffälligkeiten detektiert, wenn Polypen zu finden sind. Die beste Darmkrebsfrüherkennung ist die Koloskopie, die bei einem gastroenterologisch tätigen Internisten durchgeführt wird.