Was ist Oxidativer Stress?

Neben den genetischen und endokrinen Veränderungen spielen beim Alterungsprozess biochemische Vorgänge eine wichtige Rolle. Durch sog. “Freie Radikale“ (unvollständige reaktionsfreudige Moleküle) kommt es zu schädigenden Oxidationsvorgängen. Freie Radikale sind aggressive Sauerstoffverbindungen, die Zellstrukturen, Eiweißmoleküle und auch das Erbgut angreifen, schädigen und funktionslos machen können. Quellen für das Entstehen freier Radikale sind die Energiegewinnung (in Mitochondrien), das Immunsystem (bei Entzündungen zur Zerstörung von Bakterien und Viren), Umwelt-Toxine, Strahlung, Überkalorische Ernährung, Chronische Entzündungen, Stress, Schlafmangel, Operationen, Nikotin, Chemotherapie,  Leistungssport und Überforderung.

Übersteigt die Bildung “Freier Radikale“ eine gesunde Konzentration, spricht man von “Oxidativem Stress“. Ein Übermaß an freien Radikalen begünstigt Erkrankungen wie Arteriosklerose, Herzinfarkt, Autoimmunprozesse, chronische Entzündungen, neurodegenerative Erkrankungen – wie Parkinson, M. Alzheimer, multiple Sklerose – Krebs und vorzeitiges Altern.